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Kreditvertrag

Wie jeder andere Vertrag kommt der Kreditvertrag durch Abgabe und Annahme einer Willenserklärung zustande. Ein Vertrag besitzt dann rechtliche Gültigkeit, wenn die Abgabe und Annahme der Willenserklärung innerhalb einer bestimmten Frist erfolgen. Die Abgabe der Willenserklärung kann durch den Kreditnehmer in Form eines Kreditantrags erfolgen oder durch die Bank, in Form eines Kreditangebots.

Bei Online-Krediten ist der Sachverhalt ein wenig komplizierter. Der Kreditnehmer gibt seine Willenserklärung ab, indem er einen Online-Kreditantrag ausfüllt und mit den erforderlichen Unterlagen bei der Internet-Bank einreicht. Diese prüft den Antrag auf Richtigkeit und Vollständigkeit und erstellt auf der Grundlage dieser Informationen ein individuelles Angebot. Den Antrag des Kreditsuchenden kann die Bank nicht annehmen, denn sie muss erst ein auf der Grundlage der persönlichen Informationen individuelles Angebote erstellen (Kreditsumme, Laufzeit, effektiver Jahreszins etc.). Mit diesem individuellen Kreditvertrag ist es nun die Bank, die eine Willenserklärung abgibt. Dieses Angebot ist nicht bindend. Jetzt hat der Kreditnehmer die Wahl das Angebot (Willenserklärung) anzunehmen oder abzulehnen. Wird der Kreditantrag unterschrieben und an die Bank zurückgeschickt ist ein rechtlich gültiger Vertrag zwischen Kreditgeber und -nehmer zustande gekommen. Das Angebot der Bank gilt als abgelehnt, wenn der Kreditsuchende die Willenserklärung (Kreditvertrag) einfach ignoriert.

Hinweis: Bevor man einen Kreditvertrag unterschreibt, sollte man sich also sehr genau mit dessen Einzelheiten vertraut machen. Ein Kreditvertrag hat oftmals eine Laufzeit über viele Jahre und ist im Nachhinein nicht änderbar. Einen Antrag kann man dagegen bei verschiedenen Banken stellen, um die Konditionen der einzelnen Kreditverträge miteinander zu vergleichen.

Bestandteile des Kreditvertrags

In einem Kreditvertrag sollten unbedingt Angaben enthalten sein zur Kreditart und Kredithöhe, Laufzeit und Rückzahlungsmodalitäten. Ganz besonders wichtig sind die Informationen zu den Kündigungsmöglichkeiten des Kredits. Darüber hinaus sollten Informationen zu den Kreditkosten und zur Besicherung der Kreditkosten aufgeführt sein.

Nur die Vereinbarungen, die innerhalb eines Vertrags niedergeschrieben sind, sind für beide Seiten verbindlich, da diese ohne weiteres nachgewiesen werden können. Sollte es mündliche Absprachen geben, sollten diese unbedingt schriftlich innerhalb des Kreditvertrags niedergeschrieben werden. Selbstverständlich gehören die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) der Kreditinstitute zur rechtlichen Basis und sollten ebenfalls studiert werden.


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