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Risiken und Kosten einer Geldanlage



Die wichtigsten Fakten auf einen Blick:

Ziel der EU-Verordnung über Basis-Informationsblätter ist es, Ihnen den Vergleich verschiedener Investitionen zu erleichtern und bessere Entscheidungen zu treffen.
Die Marktwächter haben sich Informationsblätter verschiedener Anbieter angesehen. Das Ergebnis: Die Informationen können irreführend sein. Deshalb helfen sie nicht immer bei einer Entscheidung.
Wir zeigen, wo Fallen lauern.
Als Privatanleger stehen Sie vor einer komplexen Palette von verschiedenen Anlageprodukten. Aber wo ist das Geld sicher, wo sind hohe Renditen möglich? Ein Blick auf die Merkblätter der Anbieter soll helfen.
Seit dem 1. Januar 2018 hat die EU diese Basisinformationen für Finanzdienstleister zur Pflicht gemacht. Die Verordnung “Basic Information Sheets for Packaged Investment Products for Retail Investors and Insurance Investment Products” (PRIIP) verpflichtet die Anbieter, Sie vor dem Kauf von sogenannten Packed Investment Products über die grundlegenden Produkteigenschaften zu informieren – und das kostenlos und unaufgefordert.

Ziel der Verordnung ist es, Privatanleger besser über die Risiken und Kostenstrukturen der verschiedenen Produkte zu informieren und so die Vergleichbarkeit zu erhöhen.
Verpackte Anlageprodukte: Wann gilt die Informationspflicht?

Von der EU-Verordnung sind so genannte “verpackte Anlageprodukte” für Kleinanleger betroffen. Dies sind Anlage- und Versicherungsprodukte, bei denen Ihr Rückzahlungsanspruch Schwankungen unterliegen kann, d.h. die Wertschwankungen anderer Vermögenswerte unterliegen. Dazu gehören z.B:
• strukturierte Finanzprodukte wie Zertifikate oder Optionsscheine
• andere versicherungstechnische Anlageprodukte wie fonds- und indexgebundene Lebensversicherungen
• ab 2020 auch Investmentfonds
Einheitliche Basis-Informationsblätter: Was müssen sie enthalten?
Um eine größtmögliche Einheitlichkeit der Basis-Informationsblätter zu gewährleisten, enthält die PRIIPS-Verordnung verbindliche Bestimmungen zu Form und Inhalt.

Formale Anforderungen:
• Das Basis-Informationsblatt muss Ihnen vor Vertragsabschluss ausgehändigt werden.
• Auf Wunsch haben Sie das Recht, eine gedruckte Version zu erhalten.
• Das Dokument muss oben auf der ersten Seite den Titel “Basic Information Sheet” tragen.
• Zur besseren Übersicht darf ein Basis-Informationsblatt maximal drei A4-Seiten umfassen.
• Alle Informationen müssen präzise formuliert und leicht verständlich dargestellt werden.
• Das Basis-Informationsblatt muss einem Fragenstil folgen (z.B.: “Welche Art von Produkt ist es?”).
• Der Lieferant hat die Dokumente auf seiner Website zu veröffentlichen und auf dem neuesten Stand zu halten.
Wenn ein Lieferant diesen Informationspflichten nicht nachkommt, sollten Sie vorsichtig sein. Sie können dann auch die zuständige Aufsichtsbehörde Bafin oder die Verbraucherzentrale informieren.

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